Startseite

Otto Marquardsen

Otto Marquardsen, Selbstbildnis von 1932   Die Signatur Otto Marquardsen

Otto Marquardsen

geboren am 7. August 1887 in Berlin
 gestorben am 8. April 1946 im NKWD/SMAD-Speziallager Nr. 5 Ketschendorf
(der Ort liegt süd-östlich von Fürstenwalde)

Stammt aus einer Arbeiterfamilie,
besuchte die Volksschule, erlernte den Beruf eines Dekorationsmalers
,
studierte 1907/11 bei Prof. Max Koch an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseum (Meisterschüler),
lebte und wirkte in Berlin ( Holsteinische Str. 30, Kurfürstenstr. 70)
und

vom 28.12.1931 bis 21. Mai 1945 in Zernsdorf (Strandweg 2),
er war zwei mal verheiratet, aus der zweiten Ehe stammten zwei Kinder.

In seiner "Berliner Zeit" war Otto Marquardsen sehr aktiv und beteiligte sich an vielen Ausstellungen der "Juryfreien Kunstausstellung" und den "Großen Berliner Kunstausstellungen" des Vereins Berliner Künstler, dessen Mitglied er seit 1925 war. Seine Motive waren oft die Menschen seiner Umgebung, seine Mutter, Arbeiter, Menschen der Straße -  das Millieu aus dem er selbst stammte und wo er sich bestens auskannte. Einige Berliner Stadtansichten und andere Landschaftsbilder entstanden in dieser Zeit.
Die Themenwahl seiner Werke änderte sich in den Jahren, als er in Zernsdorf lebte. Darstellungen der märkischen Landschaft und Städte traten in den Vordergrund. Porträts sind weniger angefertigt worden. 
In Büchern und in einigen Ausgaben des Beeskow-Storkower Kreiskalenders sind Illustrationen von ihn veröffentlicht worden.
Es fällt schwer, das Lebenwerk Otto Marquardsens in seiner Gesamtheit zu beurteilen: Ein Nachlass des Malers existiert so gut wie nicht mehr, ein Werksverzeichnis wurde vermutlich nicht angefertigt oder ist verschollen.

Auf dem Zernsdorfer "Historischen Friedhof", dem alten Friedhof in der Karl-Marx-Straße, befindet sich die Grabstelle von Elise Marquardsen, geb. Kornmeter, 30.10.1889 - 28.04.1935 (Otto Marquardsens erste Ehefrau).
Die Grablage von Otto Marquardsen ist ungeklärt, sein Name befindet sich auf einem Gedenkstein der Toten des Lagers Ketschendorf auf dem Friedhof in Halbe. Durch einen Lesefehler der alten Unterlagen wurde der Name hierauf falsch als "Otto Maquardsek" veröffentlicht.

 

Marquardsen,_Friedrichstraße_Berlin, 1925Marquardsen,_Die Kantine
   Berlin, Friedrichstraße, 1925                                   In der Kantine, Datum unbekannt

Beesko,Laden_am_Markt  Beeskow,_Marienkirche Beeskow, Laden am Markt                                                   Beeskow, Marienkirche

Otto Marquardsen, Skatspieler

 Das Bild "Skatspieler" ist in der Zernsdorfer Zeit entstanden,die gemalten Kartenspieler sollen in Zernsdorf gelebt haben.

Wer erkennt vielleicht die abgebildeten Personen?


Wer kann mit Informationen zu Otto Marquardsen weiter helfen?

Wer besitzt ein Werk von Otto Marquardsen und könnte ein Foto, auch digital, einer Aufstellung zu einem Werksverzeichnis beifügen?

Über Ihre Kontaktaufnahme würde ich mich sehr freuen.


(Bearbeitungsstand: 19. Dezember 2017)